
„Der innere Frieden ist das Geburtsrecht eines jeden Menschen und das Ziel aller Religionen.“
Trotz aller vermeintlichen Vorzüge der Globalisierung fürchtet die Welt den Kampf der Kulturen. Religiöse und ethnische Unterschiede genügen, um alles Fremde fanatisch zu bekämpfen. Überall in der Welt gibt es Kriege, flammen neue Krisenherde auf. Im Angesicht all dieser Schrecken fragen wir uns: Ist Frieden auf der Welt überhaupt möglich?
Religionen verfehlen ihren Auftrag, wenn sie keinen anderen Glauben neben sich dulden. Ihre Aufgabe ist es, der Menschheit Wege zurück zu ihrem Ursprung zu weisen. So vielfältig diese Wege auch sein mögen, so haben sie doch alle das gleiche Ziel: den Menschen mit sich, seinen Mitgeschöpfen und dem Seinsgrund zu versöhnen. Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Ehrfurcht vor dem Leben sind universelle Wegweiser; Weltfrieden das erhoffte Ergebnis.
Der Internationale Friedenskongress in Bad Soden will den Dialog über die Grenzen der Religion hinweg fördern.
Immer wieder haben Weisheitslehrer den interreligiösen Dialog gefördert, unter ihnen der 2002 verstorbene Inder Paramahamsa Hariharananda, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr weltweit gefeiert wird. Er wurde vom bekannten Lehrer Paramahamsa Yogananda beauftragt, die Praxis des Kriya Yoga zum Gesunderhalt von Körper, Seele und Geist zu vermitteln. Mit seinen Lehren brachte er zahllosen Menschen den inneren Frieden, den er für das „Geburtsrecht jedes Menschen und das Ziel aller Religionen“ hielt.
Die Besucher des Friedenskongresses haben Gelegenheit, religiöse Erfahrungen bekannter Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen kennen zu lernen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu diskutieren. Jenseits der Sprache vermitteln bedeutende Musiker verschiedener Kulturen einen Zugang zur Einheit in der Vielfalt und bringen den Teilnehmern den inneren Frieden ein wenig näher.