Internationaler Friedenskongress 2006, Geistige Wege Heute - für mehr Frieden und Toleranz
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Juden, Christen und Muslime - unterwegs zum Trialog

Dr. med. Nadeem Elyas, ehem. Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Träger des alternativen Friedenpreises.

Dr. Martin Bauschke, Stiftung Weltethos Berlin, Religionswissenschaftler und Theologe.

Sara-Ruth Schumann, Mitglied im Direktorium des Zentralrates der Juden in Deutschland.

Nadeem ElyasMartin BauschkeSara-Ruth Schuhmannbeim Trialog

 

... Dr. N. Elyas: ... Man versucht, uns der wichtigsten Einheit zu berauben. Dass wir alle den gleichen Gott haben. Doch den haben wir. Aber wir haben – bei voller Hochachtung – jedoch auch andere Bilder und Ideen von Gott. Nicht die Religionen sind es, die sich bekriegen. Es ist, was die Menschen daraus machen. Denn die Religionen sind so ähnlich, fast gleich. Es sind Kriege von Institutionen und Interessen. Der Dialog muss den Missbrauch aufzeigen, der im Namen von Religionen „geführt“ wird...

 

... Wir müssen alle gemeinsam gegen gewaltbereite, fanatische Strömungen vorgehen, egal woher sie kommen. Es darf nicht passieren, dass verfremdete Interpretationen zu Ideologien mit der Folge von Ausgrenzung von Religionen führen...

 

... Dr. M. Bauschke: ... Es gibt in der bunten Welt der Religionen, besonders in den letzten Jahren immer mehr Aktivitäten zum „Trialog“, also dem trilateralen Dialog der drei abrahamischen Religionen Judentum, Christentum und Islam – nicht als Konkurrenz, sondern zur Ergänzung der bestehenden bilateralen Dialoge. Das letzte Jahrhundert hat bereits viel im Dialog und zum Frieden beigetragen, was eine neue gestärkte Entwicklung zu Folge hatte. Eigentlich ist das „Weltethos“ schon lange da, es ist die ethische Quintessenz der Religionen – vor allem in Gestalt der goldenen Regel, die man weltweit in ähnlicher Formulierung finden kann. Man muss sie „nur“ - endlich - leben...

 

... S.-R. Schumann: ...Es geht nicht primär um Toleranz, sondern um die Hochachtung und Anerkennung von Grenzen...

...Menschen sind Schöpfung, nicht Schöpfer. Wir sollten unsere Gemeinsamkeit auch gemeinsam entdecken, um die Schöpfung gemeinsam zu schützen...

Alte Weisheitslehren für den heutigen Menschen

Paramahamsa Prajnanananda, Präsident der „Kriya Yoga International“, Autor zahlreicher Bücher und Gründer der „Prajnana Mission”.

Prajnanananda beantwortet FragenPrajnanananda beim VortragPressekonferenz

 

... Gott erschuf einen wunderbaren Verstand, der uns ermöglicht zu lieben und zu beten.
Und Gott erschuf uns aus Einem und wir sind Eins. Die Enge des Verstandes bewirkt die Konflikte und schafft die Grenzen. Es ist unsere Aufgabe, unseren Verstand zu bilden, zu kontrollieren und zu reinigen: Durch unseren Atem. Mit jedem göttlichen Atemzug! Wo immer wir sind, wir müssen versuchen unser Leben zu ändern, nicht das des Anderen. Ändern wir unser Leben, dann ändert sich alles. Und die Unterstützung können wir in jedem Glauben, in jedem Gotteshaus, in jedem Moment erfahren, da Gott überall ist.
Alle Religionen, alle spirituellen Führer, alle Heiligen Schriften lehren zu allererst Gottes Liebe, sie zu erfahren und sie zu leben.
Wir sind Kinder Gottes. Wir haben das ganze Potential seine Liebe zu leben. Das gelingt nur durch Übung. Und immer wieder üben. Wie ein Kind das Laufen lernt. Immer wieder. Darum ist es unsere Aufgabe die Liebe zu üben. Um göttliche Liebe auszustrahlen und um sie zu empfangen. Sie ist unendlich...

 

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